Wassergedanken

In diesem Jahr bin ich endlich dem Ruf des Wasserwesens gefolgt, das mich seit längerer Zeit auffordert mich näher mit ihm zu beschäftigen. Dadurch habe ich mich auf ein Abenteuer begeben, das noch immer andauert und dessen Sinn sich tröpfchenweise vor mir entfaltet. Damit der Anfang des Weges sich mir überhaupt offenbaren konnte, musste ich zunächst in meine eigenen Tiefen hinabsteigen. Was dann erfolgte war so ungewöhnlich wie wundervoll und es hat unendlich viele Erkenntnisse und Botschaften eingebracht, sodass ich kaum mit dem Schreiben hinterher komme. Heute kam eine zum Thema Weiblichkeit, die durchaus nicht nur auf Frauen zutrifft. Ich hatte noch nicht vor den Text zu veröffentlichen, bevor alles sortiert ist. Doch hat mich eine ganz liebe Freundin ausdrücklich darum gebeten. Sie meinte, sie habe durch die Worte darin auf eine besondere Weise Heilung erfahren. Wohlan !!! Es ist aus meinem Herzen geschrieben, In tiefer Liebe zu dir du wunderbares Wesen.
Mögest du Mann oder Frau sein  ♥Ekaterina El Batal ♥

Immer wieder erlebe ich es in letzter Zeit, dass von Weiblichkeit gesprochen wird. Insbesondere von Frauen. Gern werden in diesem Zusammenhang Begriffe wie Göttin, Urweiblichkeit, Lilith, wilde Frau, Königin verwendet. Ich kann darin eine sehr grosse Sehnsucht wahrnehmen, die ich durchaus selbst teile.

Wer will es nicht – in der eigenen Kraft ruhen und sich aus ihr heraus ein Leben erschaffen, das nur noch vor Freude, Fülle, Gelassenheit und Liebe auf allen Ebenen strotzt. Ein Leben in der eigenen Würde und Selbstkenntnis. Allerdings wenn man hinterfragt, stellt sich heraus, dass zur Weiblichkeit wenig Vorstellung existiert. Es ist ein Wunsch, wie ein feststehender Titel, ganz so als wüsste das Universum schon, was damit gemeint ist.

Doch, was bedeutet es überhaupt in seiner Weiblichkeit zu sein? Der weibliche Körper und das Geschlecht allein scheinen hier als Kriterium nicht zu genügen. Es ist wohl eher eine Empfindung, ein Zustand, ein Gefühl. Doch welches ??? Worin unterscheidet sich das Weibliche vom Männlichen und was macht das echte Weibliche aus ? Das Weibliche ist im Yin Yang Zeichen der Dunkle Pol, das Schwarze Teil. Auch gern das Negative bezeichnet, wobei es sich hierbei nicht um eine Wertung handelt, sondern lediglich um das Gegenteil von Positiv.

Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, Dunkelheit ist etwas, das uns Menschen sehr schreckt. Erst recht wenn es um die eigene Dunkelheit geht. Die Dunkelheit in die wir alle unliebsamen Gefühle, Gedanken, Ängste oder Situationen verbannen an die wir uns nicht gern erinnern. Der tiefe Brunnen, in dem wir im Vorbeigehen alles hinein schmeissen, das wir nie wieder sehen wollen. Bestenfalls hören wir es in dem brakigen Wasser plumpsen, mehr auch nicht. Und dann ist es schon wieder vergessen. Hoffentlich!

Das Wasser selbst steht symbolisch ebenso für die Weiblichkeit. Es ist nämlich das einzige der Elemente, das erschaffen kann. Das können wir u.a. daran beobachten, das jedes Leben auf der Erde in oder durch Wasser entsteht. Und in der Dunkelheit. Die Pflanzen in der dunklen Erde, Tiere und Menschen in der Dunkelheit der Gebärmutter. Dabei ist das Neue Leben nicht vorhersehbar, es ist nicht planbar, es bleibt so lange im Verborgenen, bis es „Das Licht der Welt“ erblickt. Erst dann wird die neue Schöpfung für alle sicht- und anfassbar. Dies ist ein höchst weiblicher Prozess, der sich auf alle Bereiche unseres Lebens anwenden lässt.

Doch selbst als Frau geben wir uns dem nur sehr zögerlich hin. Er ist nämlich nicht kontrollierbar und entsteht teilweise völlig ohne unser Zutun. Dabei geht es darum bedingungslos zu vertrauen, sich bedingungslos hinzugeben und Geduld zu haben. Mal ehrlich, welche dieser Eigenschaften haben wir antrainiert und gelernt bekommen ? Hat man uns nicht eher das Gegenteil beigebracht ? Wie sehr vertrauen wir dem Fluss des Lebens wirklich und sind bereit jeden Ein-Fluss völlig aufzugeben ? Und dann frage dich – wie sehr bin ich von der Göttin in mir entfernt ? Wobei ich nicht glaube, dass wir erst eine Göttin werden müssen, sondern dass wir uns lediglich darüber bewusst werden dürfen, durch welche Eigenschaften die Weiblichkeit charakterisiert wird und wir diese dann mit unserer Absicht stärken.

Wie immer finden wir hierzu Gleichnisse in der Natur. Die Erde empfängt das Korn, lässt es in sich reifen und wenn die Zeit reif ist, entsteht daraus der Keimling, der sich durch die Dunkelheit windet und ins Licht, in die neue Welt geht. Doch, damit das neue Leben enstehen kann, setzt es voraus, dass die Erde – das Weiblichste aller Weiblichen bereit ist zu empfangen, an zu nehmen. Und dann frage dich einmal selbst, wie es bei dir um das Annehmen bestellt ist.

Nimmst du bereitwillig an, was das Leben dir bietet, oder fragst du vorher noch mal nach, ob es vielleicht etwas Besseres gibt ? Oder ob es möglicherweise eine Falle ist und du misstrauisch sein musst ? Oder ob du die Annahme nicht sofort mit einer Abgabe honorieren musst ? Oder gleich die Annahme verweigerst, weil … Gründe gibt es hier sicher viele. Du kannst selbst schauen welche auf dich zutreffen. Das kannst du mit dir ganz alleine klären, es hört dir ja niemand zu. Aber es wird dir helfen dir näher zu kommen und mehr über dich selbst zu erfahren. Und darüber wie oft wir die Geschenke des Lebens aus falsch verstandener Demut verweigern. Der kleine Prinz sagt hierzu: Die Demut des Herzens bedeutet nicht, dass du dich demütigen, sondern dass du dich öffnen sollst.

Öffne dich und erblühe – die Welt wartet auf deinen Duft.

2 Gedanken zu “Wassergedanken

  1. Liebe Ekatarina,
    Du hast mich mit Deinen Worten sehr angeregt, meine eigene Weiblichkeit und unsere Mutter Erde in einer für mich ganz neuen Verbindung zu sehen. Und dann schreibst Du auch noch über das Annehmen, genau mein Thema gerade . Das Annehmen, vor allem von Gefühlen und Mustern, die ich eigentlich gar nicht haben will, als ersten Schritt zu sehen, um in meine Kraft zu kommen. Und dann aus meiner inneren Kraft zu erschaffen und zu verändern, anstatt gegen das Unerwünschte zu kämpfen.
    Mit Deinen Worten kannst Du auf jeden Fall Samen sähen.
    Danke Dir

    • Ich danke dir vom Herzen liebe Birgit. Es ist so wunderschön zu erleben, was die Wortbilder in dir bewegt haben. Genau das wollte ich erreichen – berühren und inspirieren. Ich wünsche dir ein Aufblühen in Freude ♥ DANKE ♥

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